PnP, Galerie 149, November 1998;  Foto: Jens Carstensen

PLUG'N'PLAY
Klänge der Küste mit Typhonen, Schiffsdieseln, Vögeln und Insekten verdichten sich zu einem Soundscape, gesteuert von den Besuchern der Klanginstallation. Deren Anwesenheit beeinflusst Luftströmung und Temperatur, die sensorgesteuert modulierend auf den Klang wirken. Dies geschieht nicht sprunghaft sondern mit Verzögerung und unterschiedlicher Intensität, wie Spuren auf einem Weg, die bleiben, bis der Nachfolgende sie durch seinen Auftritt verwischt.
 

Erster technischer Setup, 25.Feb.00; Montage: Susanne Wübker; Fotos: Benjamin Frentzen, Sören Thies

SPRAWL
Wir leben in einer Informations-gesellschaft. Das lernt man schon in der Schule. Was man nicht lernt ist, dass man dabei auf Schritt und Tritt Spuren hinterlässt, immer und überall, winzige Bruchstücke, scheinbar bedeutungslose persönliche Datensplitter, die wiedergefunden und neu zusammengesetzt werden können. Klaus Heidemann, Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen steuert über seine eigene Körperbewegungen im Raum die elektronische Manipulation seines Musizierens.

Z.E.N. Windgeister, Januar 2000;  Foto: Jens Carstensen

Z.E.N.
Ein Windrad steuert einen kleinen Mikrocomputer, der die Gestalt des Windes umsetzt in Klänge.

PLUG'N'PLAY unter diesem Zeichen veröffentlichen Jens Carstensen, Harald Kügler und Werner Neff interaktive Musikkonzepte.
Das ausgehende Jahrhundert erscheint durch folgende beiden technologischen Neuerungen bestimmt: die Digitalisierung von Information und die Ausweitung elektronischer Netze. Einhergehend mit diesen Phänomenen bilden sich neue standartisierte Meta-Sprachen, die die jeweiligen Erscheinungsformen in sich aufheben. An den Schnittstellen von Kommunikation regeln jedoch wie eh und je Protokolle den Datenfluss und dessen Auswertung.
Als Komponisten und Musiker interessieren uns Strukturen und Prozesse, die sich in diesen neuen Netzwerken ausbilden. Unser Zugriff auf die Schnittstellen erfolgt in Hinblick auf eine Spiegelung, Filterung und Transformation in musikalische Kontexte.
Für die Entwicklung von Kompositionen richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die Ausgestaltung automatisierter Regelkreise, deren Synchronisation und Rückkoppelbarkeit. Unter Berücksichtigung intermedialer Prozesse erproben wir die Präsentation elektronischer Musik mit einem interaktiven Akzent.
Im Hintergrund hören sie die Klänge einer leichten Frühlingsbrise aus dem Z.E.N. Klanggarten

 
Hier geht es zur PLUG'N'PLAY Hörbar (mp3)

| atmo | catering | Konkret | Langsaiten | materialklang | PLUG'N'PLAY | X-CODE-X |